Sicherheit nachrüsten: mehr Verriegelungspunkte statt neuer Tür

Große Schiebeelemente zur Terrasse sind bequem — und bei älteren Anlagen technisch oft die schwächste Stelle am Haus. Der kritische Punkt ist dabei meist nicht die Verglasung, sondern der Flügel selbst: Wo über eine lange Kante nur an wenigen Stellen verriegelt wird, lässt er sich aufhebeln.

Genau dort setzt eine Nachrüstung an. Im Falzbereich zwischen Flügel und Rahmen werden zusätzliche Verriegelungspunkte ergänzt, sodass der Flügel an mehreren Stellen gleichzeitig gehalten wird. Dazu kommt eine abschließbare Bedienung, damit der Griff sich nicht von außen durch eine aufgehebelte Fuge betätigen lässt. Für solche nachträglich montierten Systeme gibt es eine eigene Norm: DIN 18104-2 beschreibt im Falzbereich montierte Nachrüstsysteme, DIN 18104-1 die aufschraubbaren.

Wichtig zur Einordnung: Eine Nachrüstung am vorhandenen Element ergibt keine geprüfte Widerstandsklasse nach DIN EN 1627. Diese Klassen (RC 1 N bis RC 6) gelten immer nur für ein komplett geprüftes Bauteil aus Rahmen, Flügel, Beschlag, Verglasung und der Befestigung im Baukörper. Wo eine zertifizierte Klasse gefordert ist, führt kein Weg am geprüften Element vorbei. Wo es darum geht, den Aufwand eines Einbruchversuchs im Bestand zu erhöhen, kann die Nachrüstung — je nach Zustand des Elements — die technisch und wirtschaftlich angemessenere Lösung sein.

Auf den Bildern sehen Sie beides: den gesetzten Schließbolzen im Falz und die abschließbare Bedienung am fertigen Element.

Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, ergibt sich erst, nachdem wir das Element angesehen haben.

Reparieren. Nachrüsten. Erhalten.