Fenster tauschen heißt nicht nur: neues Fenster einsetzen

Ein Fenster ist so gut wie sein Anschluss an die Wand. Das Element selbst kann jeden Kennwert erfüllen — wenn die Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk nicht fachgerecht ausgeführt ist, zieht dort Luft durch, und im Winter fällt an der kalten Stelle Tauwasser aus.

Beim Fenstertausch im Bestand führen wir den Anschluss deshalb nach dem Ebenenmodell der RAL-Montage aus. Er besteht aus drei Ebenen: innen luftdicht, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht und dampfdiffusionsoffen. Der Grundsatz dahinter lautet „innen dichter als außen“: Feuchtigkeit, die von innen in die Fuge gelangt, muss nach außen wieder heraus können. Die Luftdichtheit der inneren Ebene ist keine Kür, sondern Anforderung nach DIN 4108-7; den Mindestwärmeschutz und die Tauwasserfreiheit am Anschluss regelt DIN 4108-2.

Das Bild mit der noch offenen Fuge zeigt den Zustand, der nach dem Verputzen nicht mehr sichtbar ist: Das Fenster sitzt, das umlaufende Anschlussband liegt. Außen führt eine neue Fensterbank mit aufgekantetem Bordprofil das Wasser vom Anschluss weg — und nicht hinein.

Ob sich an Ihren Fenstern ein Tausch lohnt oder ob eine Instandsetzung technisch ausreicht, hängt vom Zustand ab. Beides sehen wir uns an, bevor wir etwas empfehlen.

Reparieren. Nachrüsten. Erhalten.